Welcome to Stuttgart – oder wie die gebürtigen Schwaben und Schwäbinnen sagen: Schee, dass’r da seid! Die Stuttgarter:innen haben sich die ein oder andere (manchmal seltsamen) (Un-)Sittlichkeiten angewöhnt. Damit ihr nicht direkt am ersten Tag überfordert seid, hier ein paar Hilfestellungen im Umgang mit unserer wunderschönen Landeshauptstadt.

Quelle: SMG, Achim MendeQuelle: SMG, Achim Mende

Ab ins “Städtle”

Egal wie weit draußen oder wie zentral gewohnt wird, Stuttgarter:innen und die Region fahren zum Shoppen “in die Stadt” und jede:r weiß genau, damit ist nur die Innenstadt gemeint! Unsere Shoppingmeile (und längste, durchgängige Fußgängerzone Europas) ist weder die Königsstraße mit ss, noch die Düsseldorfer Variante der “Kö”, sondern ganz einfach Königstraße!

“Bisch beim Daimler?”

Wichtige Frage in Stuttgart. Denn wir arbeiten nicht bei Mercedes-Benz sondern schlichtweg beim Daimler. Die gleiche Frage in Baden gestellt, würde die Antwort tragen: “Nein beim Benz”. Also merkt euch, lieber Daimler als Benz und ins Mercedes-Benz Museum darf natürlich trotzdem gegangen werden!

Quelle: SMG, Jean-Claude WinklerQuelle: SMG, Jean-Claude Winkler

Der Wasen vs. Die Wiesn

Merkt euch eins: In Stuttgart geht’s auf den Wasen und niemals auf die Wasen! Urtümlich vom allseits bekannten Oktoberfest “die Wiesn” adaptiert, ist das einfach nur FALSCH!

Die Wilhelma

“Lass doch am Wochenende in die Wilhelma gehen” – Alle um euch herum stimmen freudig zu und ihr seid planlos, wo ihr das Wochenende verbringt? Ist diese ominöse Wilhelma etwa ein See, ein Museum oder ein Freizeitparkt – nun, es ist unser Zoo und Botanischer Garten. Warum wir nicht einfach Zoo sagen? Natürlich weil es unsere Wilhelma ist! Akzeptieren und adaptieren lautet die Devise!

Der rote Brustring…

…ist keine schwäbische Schwimmhilfe, sondern das Erkennungszeichen unseres VfBs. Auch das Jahr 1893 könnt ihr euch merken! Das Gründungsjahr des Vereins am Neckar findet sich auf U-Bahnen, Schildern, Pfosten etc. Also eigentlich direkt schon mal den Gesang heimlich einüben und das rhythmische Auf- und Abhüpfen dazu einstudieren – dann kann an Bundesligaspieltagen nichts schief gehen.

Heiligtum Butterbrezel

“I will a Budderbrezel, a Brezel mit Budder” mit dieser Zeile trifft der schwäbische Rapper MC Bruddaal in seinem Song “Butterbretzel” den Nerv der Schwaben. Eine Butterbrezel ist einfach “äbbes feins” und gehört zu einem guten Start in den Tag dazu. Am besten die Brezel dabei noch genussvoll in den Kaffee tunken – perfekt!

Quelle: SMG, Thomas NiedermüllerQuelle: SMG, Thomas Niedermüller

Kehrwoche

“Was der Schwabe ned grüßt, des putzt er”. So ungefähr lautet die Devise an einem Samstagvormittag in Stuttgart. So wandert das Kehrwochenschild selbst im Stadtkern Woche für Woche und Wohnung für Wohnung weiter und damit auch die Verantwortung für ein sauberes Stiegenhaus und einem gepflegten Trottwar (Bürgersteig).

Quelle: SMG, BergerQuelle: SMG, Berger

Weltmeister der Beilagenkombos

Egal ob Linsen mit Spätzle oder Kartoffelschnitz mit Spätzle – Hauptsache Spätzle mit “äbbes anderem”. Bestenfalls natürlich noch ganz viel “Soß”, und Zwiebeln für den Rostbraten. Ebenfalls ein wichtiges schwäbisches Wort: “Schlonzig”. Denn genauso sollte der Kartoffelsalat sein, schlonzig und supfig!

Besen

Wir benutzen die Besen nicht nur für die Kehrwoche, sondern sogar noch lieber als Einkehrstätte zum Viertele trinken. Unsere Besenwirtschaften sind meist saisonale Gastwirtschaften, welche sich auf Wein oder Spargel spezialisieren. Dort gibt’s dann die besten Tropfen direkt an der Quelle aus unseren bekannten Viertelesgläsern (Henkelgläser).

Soll ich wirklich Radfahren?

Eine Frage, mit der ihr euch in Stuttgart gut auseinandersetzen solltet. Dank der Kessellage profitiert Stuttgart zwar von traumhaften Aussichtspunkten rund um die Halbhöhen – dafür aber auch mit ordentlicher Steigung. Also lieber gut überlegen, wo ihr hinmüsst, bevor ihr euer Fahrrad schnappt! Überraschen würde es auch nicht, wenn Stuttgart die Stadt mit den meistverkauftesten E-Bikes wäre…

Ähh, was macht die U-Bahn auf der Straße?

Dies hören die Stuttgarter:innen öfters. Denn in Stuttgart haben wir eine U-Bahn, ohne richtige U-Bahn. Schließlich sind über 80% der Haltestellen oberirdisch. Das “U” steht bei uns nämlich für “unabhängig” und nicht für “Untergrund” wie in vielen anderen Städten – guter Funfact, oder?

Quelle: SMG, Achim MendeQuelle: SMG, Achim Mende

Herzlich Willkommen in der Mutterstadt

Egal ob Massive Töne, Max Herre und Freundeskreis, die Fantastischen Vier, Cro, Orsons etc. Wenns um deutschen HipHop geht, hat Stuttgart ein Wörtchen mitzureden. Also egal ob Mutterstadt oder 1ste Liebe – Hauptsache 0711.

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